…heißt der neue Roman von Mhairi Mc Farlane. Als leichte Ferienlektüre gekauft, musste ich schon nach 50 Seiten feststellen, dass es eine typische Bushäuschen Story ist. Die Protagonistin Edie ist in ihren Arbeitskollegen Jack verliebt, der selbstredend ein emotionaler Flachwichser ist. Im Büro haben sie heiße Flirts, er bekennt sich aber nicht zu ihr, sondern heiratet eine andere Kollegin. Es ist nur eine emotionale Affaire oder wie meine Freundin P., die die Dinge gerne treffend auf den Punkt bringt, sagt : halt Hirnficken! Sowas mutet wie eine Art gedankliche Schizophrenie an und hat was von dem Superpositionsprinzip der Quantenphysik: etwas existiert und existiert gleichzeitig nicht. Die Geschichte nimmt dann Fahrt auf als Jack an seiner eigenen Hochzeit Edie küsst und seine frischgebackene Frau ihn dabei erwischt. Dadurch bricht nicht etwa über den reumütigen Ehemann ein Shitstorm hinein, sondern über die Hauptperson des Buches.
Und jetzt kann man diese Story für alle Bushäuschen Freundinnen psychologisch betrachten. Jack ist ein Mann, der mit Edie spielt und es ihn wenig schert, wie es um ihre Gefühle steht. Und Edie lässt es geschehen, weil sie gelernt hat, dass man nur dann geliebt wird, wenn man den anderen alles recht macht, man lieb und zuvorkommend ist. Jack nutzt das aus, weil sie bedürftig ist. Edie sucht sich immer Männer aus, die sie genauso behandeln, wie sie es selbst tut: nämlich schlecht.
Wir suchen immer die Zähne, die unseren Wunden entsprechen. (Kenneth Tynan)
Liebe Bushäuschen Freundinnen, Gottseidank endet dieser Roman irgendwie anders, als ich ihn hier vorgestellt habe.
Wer mehr auf zwangsneurotische Flachwichser steht, ist mit dem Thriller The Girl before, von JP Delaney, gut bedient. In einem minimalistischen mit allerhand technischen Schnickschnack ausgestatteten Architektenhaus in London ziehen in einem Abstand von ein paar Jahren zwei junge Frauen ein: Emma und Jane. Die Geschichte der beiden Protagonistinnen wird kapitelweise parallel erzählt. Emma stirbt in diesem Haus und Jane ist in großer Gefahr. Bezeichnenderweise haben beide eine Affaire mit dem Architekten des Hauses namens Edward Monk. Dieser ist ein absoluter Kontrollfreak, ein gnadenloser Egoist und steht ein bisschen auf fifty shades (Emma und Jane müssen beispielsweise beim Sex enge Perlenketten um den Hals tragen…). Obwohl die Geschichte etwas vorhersehbar ist, habe ich den Thriller in einem Tag durchgelesen.
Leider sind die Ferien nun bald vorbei und der vielversprechende Titel meines dritten Romans, den ich gerade angefangen zu lesen habe, lautet: Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Geschrieben hat in Paula Hawkins für alle unbequemen Frauen. Und das sind wir Bushäuschen Freundinnen inzwischen!
Und sonst? Clara hat sich erstaunlich schnell erholt. Das Fieber war am nächsten Tag auch ohne Medikamente weg. Sie hatte einen Infekt der Nasennebenhöhlen – psychologisch betrachtet : halt die Nase voll!!! Das letzte Stück Frankfurter Kranz hab ich doch selber gegessen (aber verpetzt mich nicht beim Inscheniör). Mit Lust und Wonne habe ich mir jedes Mandelblättchen einverleibt. Hinterher musste ich mir noch einen Grappa zur Verdauung gönnen. So eine Buttercremetorte ist schließlich ziemlich üppig.
😂😅….nieder den emotionalen Flachwedlern..
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Liebe Kathrin, würde auch gerne mal wieder gute Lektüre lesen, doch irgendwie fehlt mir einfach die Zeit. Aber: Ich habe wahrscheinlich eine OP mit Krankenhausaufenthalt vor mir (teilte mir heute Mittag der gutaussehende Herr Doktor der Radiologie in ER-Tennenlohe mit) denn mein taubes Bein kommt nicht von ungefähr, und davor werde ich mir ein richtig schönes Buch kaufen… Ich liebe autobiografische Erzählungen-hoffentlich gibt’s dann demnächst was Gescheites bei Thalia…
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