Rehauge allein zu Haus

… witzelt Gianna Nannini, die natürlich nicht so heißt, aber schließlich fahren wir in ein paar Tagen nach Italien. Da kann man sich schon mal mental drauf einstimmen. Ich bin mental schon so weit eingestimmt, dass ich bereits pflanzliche Medikamente für meine nervösen Unruhezustände einwerfe. Ja, ich muss es zugeben: ich bin mega aufgeregt! Wir fliegen nach Neapel, schlagen uns dort mit den öffentlichen Verkehrsmittel durch und die letzten Kilometer sogar zu Fuß die Steilklippen entlang. Meine Schüler kennen ja nur ihr Zwergenlandbähnchen, welches sie fast regelmäßig zur Schule befördert.

Außerdem hab ich gegoogelt! Ich weiß, sollte man lassen. Dank Google hab ich in den letzten fünf Jahren schon ganz schlimme Krankheiten durchgestanden und bin inzwischen jeder Neurose gewappnet.

Wer Trubel sucht, ist hier gut aufgehoben, so urteilt Holidaycheck über unsere vier Sterne Bungalowanlage in Sorrent! Viele laute Schülergruppen beschallen die Anlage bis spät in die Nacht! Oh ja, wir werden auch dazu beitragen!

🐜🐜🐜🐜 überall, auch im Bett! Nicht schlimm, an Schlaf wird nicht zu denken sein, da Wände dünn wie Papier! Und außerdem begegnen einem nachts …. STOPP!

Jetzt höre ich das Lesen auf, sonst muss ich mir noch mit dem Kater die Baldriantropfen teilen! Wird bestimmt meeega werden. Hab doch ganz brave Schülerchen, deren Highlight die homies Party von Fluffy am Wochenende ist, wo sie betrunken Katzenfutter fressen. Alles locker im grünen Bereich!

Abrupt werde ich in die Realität zurückgeholt. Rehauge reißt gerade die Klassenzimmertür auf und bölkt in die Runde: Gehn Sie mal rüber ins Kartenzimmer und suchen Sie Blondie, die hat sich versteeeckt!!! Ich bölke zurück: des is mir jetzt so wurscht egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfliegt! Dann schicke ich Rehauge wieder aus dem Klassenzimmer, Blondie zu suchen oder sonst was… Irgendwann kommt er zurück mit Platzwunde am Kopf, die genäht werden muss.

Warum kann es denn nicht wenigstens in den letzten Woche vor dem Abschluss mal rund laufen? Ich lasse meinen Blick durchs Zimmer schweifen und bin mal wieder total neidisch auf Gianna. Wie schafft die das nur? Ständig am Gackern und Gurren mit ihren Banknachbarn Putzi und Freddie, alias Fischstäbchen, die ihr aus der Hand fressen wie zahme Tanzbären.

Ich hingegen bin inzwischen biologisch gesehen 49 Jahre und 10 Monate und darf wahrscheinlich froh sein, wenn 🐜🐜🐜🐜 noch mein Bett teilen wollen, mich nicht eine schlimme Google Krankheit ereilt und wir unsere Abschlussfahrt heile überstehen werden.

Bleibt also dran, wenn es nächste Woche heißt: Rehauge – allein in Sorrent- die Neuverfilmung

Für Herrn W.: Ich und mein Salzteig

Öffz! Der Kollege, der mit zur Differenzierung am Freitag Vormittag in meiner Klasse ist, und ich sind nur mäßig motiviert. Fast die Hälfte meiner Schüler erproben sich im Nachbarklassenzimmer in der Mund zu Mund Beatmung bevor sie in die stabile Seitenlage fallen.

Der Rest versucht sich an der Erörterung Ich hab was, ich kann es zeigen mit mäßigem Erfolg. Was machstn in Kunst?, will ich von Herrn W. wissen? Dieser hat mich beerbt und verbringt den größten Teil seiner Stunden bei meinen ehemaligen kleinen Sargnägeln.

Ok, so antwortet er mir, die Stunde beginnt und hat ein Thema und das Thema heißt: Ich und mein Salzteig. Sofort ist meine Interesse geweckt. Du, lass uns doch jahrgangsübergreifend machen. Jeder von meinen übernimmt als Tutor zwei von den kleinen Sargnägeln, so unterbreite ich den Vorschlag.

Ich und mein Salzteig…

Na, dann auf in den Kunstraum. Herr W., jung, dynamisch und Montessori affin schreibt das Rezept für Salzteig an die Tafel. Und hast du es vorher ausprobiert, raune ich ihm zu. Als ich fünf war, das letzte Mal, so flüstert er zurück. Was für‘ ne coole Socke ist der denn und schon geht es los. Hilf mir, es selbst zu tun:

Salzteig ist sehr schön und er ist vielseitig…

Binnen weniger Minuten hat sich der Raum in ein Schlachtfeld aus Mehl, Salz und Öl verwandelt. Fleißige Hände (ver)schütten Mehl, pantschen lustvoll, rollen und kneten…

Ich und mein Salzteig… du kannst ihn modellieren, du kannst ihn kneten…

Zwei meiner Tutoren, inzwischen über 1,60 im Durchschnitt, erweisen sich als erstklassige Penismodelateure. Gottseidank sind die 6. Klässler mit Eifer bei der Sache, ihre Drachen zu erschaffen, so dass die ödipalen Modelle keine Beachtung finden.

Ich und mein Salzteig … best Friends forever, wir sind unzertrennlich…

Was bin ich bloß für eine böse Lästerschwester gewesen. Voll süß sind die ehemaligen Sargnägelchen geworden, ihre Bäckchen rot vom Kneten und Modellieren. Stolz sind sie auf ihre Drachen aus Salzteig.

Ich und mein Salzteig… und fast jeder ist ein Besitzer eines wunderschönen Exemplars…

Frau P. machen Sie bitte auch ein Foto von meinem Drachen, so ruft es aus allen kleinen Kehlen quer durch den Kunstraum. Schnell schieße ich ein Foto von jedem Exemplar. Schule kann ja so wunderschön sein, manchmal!

Ich und mein Salzteig … und man kann es sich wunderschön ins Wohnzimmer stellen…

Ich staube Herrn W. noch den übrig gebliebenen Salzteig ab. Ich und mein Salzteig… kann ich mit meiner Hasi heute Nachmittag in meiner Heimatstadt noch ein bisschen pädagogisch arbeiten. Stunden später müht sich Oma Karin mit dem Salzteig ab. Die Hasi hat angeordnet Mini – Cavaletti zu kneten. Oma ist eifrig am Rollen und Formen, derweil ihre Enkelin ihrem Schleich- Geschäft nachgeht. Am nächsten morgen sehen die getrockneten Mini- Cavelletti- Rollen aus wie bleicher Hundekacka.

Ich und mein Salzteig, man kann ihn lackieren. Gottseidank!

Ich hab was, ich kann es zeigen!

Schreiben Sie mal wieder eine Schulgeschichte!!!, so bittet mich eine Schülerin, die sind immer am lustigsten. Na, dann will das auch tun. Lustige Geschichten sind die besten. Über das Bushäuschen mag ich nie wieder erzählen.

Meinst du, so flüstert meine Kollegin hinter vorgehaltener Hand und legt dabei ihre Stirn in pädagogische Dackelfalten, wir sollten uns absichern und einen Elternbrief verfassen, dass wir unser menschenmögliches getan haben, in der Vorbereitung für die Prüfungen. Ja, das ist eine gute Idee, erwidere ich und wische mir den Angstschweiß von der Stirn, lass uns gleich einen Elternabend abhalten und unsere Hände in Unschuld waschen!!

Seit meinem Leben als Lehrerin bin ich immer mega nervös, wenn der D- Day da ist. Das ist wie Hoffen, Glauben, Bangen und die verzweifelte Suche nach Punkten für die bessere Note. Manche Schüler sind selbst an diesen Tagen mit einer seelischen Robustheit und einer kindlichen Unbekümmertheit ausgestattet. Wie, Sie haben keine Formelsammlung im Sekretariat? Was, ich muss leserlich schreiben? Wann ist der Quali nochmal? Wo kann ich auf’s Klo???

Deshalb wächst in mir auch gerne eine kleine pädagogische Wildsau, wenn der Tag der Ergebnisverkündung da ist. Endlich darf ich meine natürliche Autorität ausspielen. Einzeln lasse ich meine Schüler antanzen und rücke meine Brille extra auf die Nasenspitze, als ich den Ergebniszettel überreiche. Die Reaktionen sind unterschiedlich: von einem pelzigen „Scheiß drauf! Hauptsache, ich hab es geschafft!, bis hin zu schwitzenden Augen: Oh, mein Gott, ich kann es nicht glauben, ich hab es geschafft!! Hm, war schon ein klitzekleines bisschen gemein Blondie aus der ersten Reihe als letzte die frohe Botschaft zu verkünden.

Jetzt muss es aber weitergehen! Der Quali ist abgehakt, der Kurs geht schon in Richtung Abschlussprüfungen für nächstes Jahr. Leerlauf is nicht… situationsbezogen greife ich ein neues Diskussionsthema auf, was Blondie, eine meiner Leistungsträgerinnen, sofort als Überschrift verbalisiert:

Ich hab was, ich kann es zeigen.

Die Vorgeschichte zu dieser Aussage spielte sich während des Mathequalis ab, als Mädchenbrüste dank knapper Bekleidung in die Freiheit drängten. Wahrscheinlich unterstützten sie ihr Frauchen bei den Rechenaufgaben und alle dürfen sich nun Gedanken zur Schuluniform machen.

Alle? Rehauge, der mir eben noch Fleiß geschworen hat, ermahne ich sanft: Duuuu! Jetzt pass mal auf, du willst doch nächstes Jahr einen Schnitt von 1,66 für die FOS. Jimmy, der gerade noch mit seinem Nachbarn in Revierkämpfe verwickelt war, merkt auf und fragt: Wie da muss man 1,66 m sein?

Und so werden wir uns die restlichen drei Wochen noch irgendwie durchs Schuljahr hangeln und ihr könnt gleich dranbleiben, wenn es heißt: Ich und mein Salzteig

Golden Girl

Achtung Action: Zahnarzt, die Zweite! Leider heute etwas mit Verspätung, wahrscheinlich ist der Motor des neuen Elektrobikes ausgefallen und der Golddigga musste zur Arbeitsstätte strampeln. Zumindest hat er nicht die schlechteste Laune, als er mit aufgezogener Spritze sich über mich beugt. Also psychologisch betrachtet, hat mich die letzte Woche sehr mitgenommen, werfe ich wehleidig ein. Ich musste die ganze Prozedur in meinem Blog verarbeiten, inklusive Fräulein Ute. Der Zahnarzt schaut indessen kurz von meiner Kieferhöhle auf und gluckst in sich hinein: Fräulein Ute, man denkt da an eine 75jährige, die schreibt. Ich hatte mal eine Patientin, Tochter eines Generals im zweiten Weltkrieg, die wurde nur Fräulein General genannt! Inzwischen lacht er scheppernd, so dass ein Drittel seines Betäubungsmittel aus dem Injektionsbesteck wabbelt. Hoffentlich ist noch genug intus! Nicht dass Fräulein Oberst zur Memme Gefreitin wird!

Überhaupt, so lamentiere ich weiter, hat mich mich der Inscheniör letzte Woche dem Schicksal überlassen. Einziger Kommentar: bist selbst Schuld, hättest halt deine Zähne immer zwei Minuten geputzt, nicht immer nur 30 Sekunden.

Der Zahnarzt mag sich das plötzlich nicht mehr vorstellen und jagt mir das restliche Extraktionsmittel forte in den Kiefer. Aber auch die schlimmsten Qualen enden und ich ruhe mich am späten Nachmittag im Liegestuhl bei einem Glas Weißwein aus. Weil ich noch eine pelzige Lippe habe, nuckle ich ihn mit einem Strohhalm. Man muss sich immer zu helfen wissen.

Fräulein General oder Fräulein Oberst, bald reifst du selbst zu einem Golden Girl. Ich bin mir sicher, ich hätte ’ne Menge Spaß daran das Pflegepersonal im Altenheim rumzuscheuchen und 10 mal am Tag zu erzählen, dass mein Mann Inscheniör war. Darüber hinaus würde ich sie grammatikalisch verbessern und sie müssten mir aus meinem Franka Kranz Blog vor 35 Jahren vorlesen.

Puh! Ich glaub, ich brauch Nachschub beim Weißwein…

Falls der Inscheniör, was ich vermute, ein zäher alter Hase ist, werden wir uns wohl in getrennten Zimmern einquartieren. Schließlich will ich vermeiden, dass wir uns gegenseitig den Wein wegtrinken und er überall die Heizkörper und das Licht abdreht.

 

 

Mittelpunkt der Welt

https://youtu.be/7KyTq6_27yo

Wie tief sind denn meine Taschen?, so frage ich bedingt optimistisch, als ich auf der ungemütlichen Pritsche im Behandlungszimmer liege. Bis zum Mittelpunkt der Welt, scherzt mein Zahnarzt. Behandle mich nur gut, gebe ich larmoyant zurück, immerhin bin ich deine Goldgrube, die dir dein neues e Bike finanziert. Zahnarztgattin müsste man sein! Zahnärzte sind wahre Golddigga, wie Blondie sich auszudrücken pflegt. Blondies BFF Fluffy hatte neulich fast einen Golddigga an der Angel: 21 Jahre alt mit Auto und Penthouse in Nürnberg. Aber dann hat Fluffy zuviele und zu lange Whatsapp Nachrichten geschrieben, die wo man scrollen muss… und schwuppdiwupp war der Golddigga über alle Flüsse! Und dann löscht sie ihr Profilfoto, damit der Golddigga denkt, sie hätte ihn blockiert. So geht das heute, wenn eine Beziehung zu Ende ist.

Der Golddigga über mir, setzt mir gerade zehn Spritzen in den Ober- und Unterkiefer und überlässt mich Fräulein Ute, die beste zahnmedizinische Fachkraft dies- und jenseits des Main- Donau- Kanals. Diese macht ihren Job gut, ich komme mir fast vor wie ein jungfräuliches Blumenbeet, was geharkt, umgegraben und dampfgestrahlt wird. Nach 1,5 h bin ich aufpoliert und halte in der Hand zwei Rezepte von Medikamenten im Wert eines soliden Paar Schuhe.

Die Apothekerin, bei der ich die Rezepte einlöse, gibt sich jovial: Ja, so eine paradontale Reinigung ist momentan das must have. Auch ich versuche bedingt witzig zu sein: Das was bei den Kindern die Zahnspange ist, ist in der golden age Generation die professionelle Zahnpolitur! Darauf schnappe ich mir meine Antibiotika, die antiseptische Gurgellösung und ein lactobazillisches Wundermittel, gewonnen aus der Mundflora einer Hundertjährigen. Es kann also nur aufwärts gehen. Außerdem werde ich bald 50 und bin unsichtbar. Ihr werdet schon alle sehen!

Laut meinen Schülern, die sich gerade mit Geschlechterrollen beschäftigen, sitzt eine typische Rentner- Lehrerin gerne am Fenster, stalkt von dort aus ihre Nachbarn und lästert. Eine realistische Beschreibung, wie ich finde.

Gottseidank haben meine lieben Schüler noch das Leben vor sich, wenn sie 18 oder 30 sind.

Die Übereinssechzig, schmeißen erstmal ne dicke Party, laden jeden ein und machen komplett Randale. Und natürlich wollen sie ein dickes Auto, einen Lambo oder so.

Jimmy lässt sich am Abend dann von seiner asiatischen Masseurin verwöhnen.

Fluffy freut sich auf den Tag und hofft, dass sie den Heiratsantrag bekommt, auf den sie schon so lange wartet.

Und irgendeine(r) würde sogar das Stricken lernen, wenn ihm/ ihr sehr langweilig wäre. Da würde ich doch glatt mitstricken als Rentner – Blockwart unsichtbar am geöffneten Fenster, meine Arme komfortabel auf einem Kissen gestützt, in Beobachterposition.

P.S. Ich hab da was mit dem Golddigga falsch verstanden, so belehrte mich Jimmy heute milde. Ein Golddigga ist ein weibliches Wesen, welches sich vorzugsweise reiche Kerle sucht. Aber so fügt Blondie hinzu, können se so lassen. Es lesen ja eh nur alte Leute ihren Blog, die kennen des eh ned!

Kinderburzeltage

Kinderburzeltage sind das Event, wenn man ein Kind ist. Ich habe schon Pferdegeburtstage geplant, wo ich 20 pädagogische Spiele in Peto hatte und die wilde Geburtstagsmeute den ganzen Nachmittag mit Pferdeleinen im Kreis durch Küchen- und Wohnzimmertür gerannt sind. Letztes Jahr stand das Drachenzähmen leicht gemacht Motto auf dem Plan. Ich habe dafür extra eine Ohnezahntorte anfertigen lassen im Wert von einem halben Paar Schuhe, die dann kein Kind essen wollte und sie sich lieber auf den Marmorkuchen gestürzt haben für 1/20 des Preises.

Dieses Jahr bin ich schlauer! Ich lasse Oma Karin einfliegen für Kuchenbacken und der Inscheniör darf die Waldralley mit anschließendem Burgergrillen übernehmen. Ich trage die Oberverantwortung und stelle mir schon mal eine Flasche Schampus kalt, um die Nervenbelastung auf ein Minimum zu reduzieren.

Außerdem hab ich Zahnweh und diese Woche hat mein Zahnarzt schon ein neues Mountain- e- Bike an mir verdient. Der Eiter spritzte, ich esse brav Antibiotikum und gurgle mit Strohrum aus Oma Luisegundes Beständen. Das braucht meine Psyche, wenn ich mich ohne Zähne wie ein altes russischen Mütterlein vorstelle auf einem Kartoffelacker irgendwo bei Kiew.

Selbst der Inscheniör hat Mitleid mit mir: Wird schon Liebes und hält den Daumen in WhatsApp empor. So hat er mich in 14 Jahren noch nie genannt. Es muss richtig schlimm um mich stehen. Lore sieht es von der psychologischen Warte: Mach endlich mal deinen Blog zu einem Buch und bitte mit Widmung an mich. Sie hat sich schon ein paar passende Buchtitel für mich überlegt:

– Momente im Leben der modernen Scarlett

– Geschichten aus dem Bushäuschen: vom Warten, Wurzeln schlagen und Zahnweh kriegen

– Interpretieren bis der Arzt kommt

Lore läuft inzwischen zur Hochform auf. Laber ned! Jetzt muss ich ein bisschen streng werden mit Lore. Warum schreibe ich eigentlich? Das hat mich letzte Woche auch Rehauge über 1,60 gefragt. Ich schreibe, weil mich das glücklich macht und ich in den letzten zwei Jahren traurig war. Ich erzähle Geschichten durch die Blume, die nur die verstehen, die die Blume kennen. Rehauge versteht mich: Das ist dann also wie Insta oder Snapchat für Alte. Ich stimme dem zu.

Aber nun werden hier die Zähne zusammen gebissen – auch wenn der Eiter spritzt!!! Kinderburzeltag! Es kann losgehen! Es ist immer die gleiche Abfolge. Wir starten mit Flaschendrehen. Nicht, was ihr jetzt denkt, es werden so die Geschenke ausgepackt. Die Geschenke kaufen die Mütter der Burzeltagsgäste beim Endreß! Deshalb steht auf den Burzeltagseinladungen zum Schluss: P.S. Ich habe ein Geschenkkörbchen beim Endreß. Die Hasi liebt es das Körbchen im Vorfeld mit Schleichpferden, Kruschkram und zwei Alibibüchern zu bestücken. Es bleibt wohl ein offenes Geheimnis von Mutter Natur, dass 9jährige Mädchen 197 Schleichpferde auseinanderhalten können. Mit P. und E. habe ich auch zwei Quotenjungs eingeladen. Aber P. ist krank geworden und E. heult, weil er nicht alleine unter Mädchen sein, aber trotzdem einen Burger abhaben will. Ich löse das Problem, indem ich die ganze Familie einlade. Der Inscheniör wird an seinen Aufgaben wachsen.

Nach der Auspack- und Kuchenschlacht beginnt der erlebnispädagogische Teil. Der Inscheniör bläst mit Helm und Outdoor- Survival-Outfit zum Abmarsch. Hierfür hat er die letzten zwei Tage im Wald verbracht, diesen gerodet, die Schatztruhe versteckt, Fragen in drei Schwierigkeitsgraden in Flaschen auf Bäumen aufgehängt und und und. Nur eine halbe Stunde später stehen Inscheniör und die weiblichen Rekruten wieder vor der Haustüre. Die Schatztruhe war leicht zu finden. Hätte der Inscheniör mal seiner Lehrerin über die pädagogische Schulter gucken müssen.

Und wie an jedem Geburtstag, spielen die Kinder am liebsten ohne elterliches Einmischen. Während der Inscheniör für die Kompanie gefühlte zwei Rinder vergrillt, köpfe ich mit Oma Karin und den Muttis, die abholen, den Champagner. Kindergeburtstage sind einfach klasse resümiere ich für mich als um 21 Uhr der letzte Gast gegangen ist. Mit dem Inscheniör muss ich heute nix mehr sprechen, der schnarcht mit dem Kater um die Wette.

John Travolta am Aschermittwoch 🕺🏽

Ich habe mich für ein paar Tage während der Faschingsferien mit der Hasi und Dr. Riedl bei Oma Karin einquartiert. Alles wunderbar bei Vollpension, ausgiebigem Sportprogramm, reichlich Schlaf und einem spannenden Krimi. Da nehm ich gerne in Kauf, mir abends unzählige Dias anschauen zu müssen, wo ich selbst in Hasis Alter war mit Rundschnitt (made by Mutti), dürren Knien und einem rot-karierten Kleid. Ich war meist nah bei meiner Mutter auf den Bildern, ihre Hand haltend. Mein Vater hat fotografiert, er hat unser Leben gerne in Bildern festgehalten und so sehen wir uns schöne Erinnerungen an, die mich traurig stimmen.

Meine Mutter kommt gut klar als Witwe. Ein Mann komme ihr nicht mehr ins Haus, denn man wisse ja nie, ob man den pflegen müsse. Nein, Werni ist konkurrenzlos, auch nach seinem Tod. Das Haus hat sie stellenweise neu renoviert, Bilder von meinem Vater sind aufgehängt. Er schaut mich aus seinen braunen Augen an, wissend, er war ein stiller Beobachter mit feinsinnigem Humor. Das Auge war die Kamera. Oma Karin träumt regelmäßig, dass Opa Werni sie fragt, wo seine Kameras hingekommen seien. Da kriegt sie ein ziemlich schlechtes Gewissen, hat sie doch alle seine Habseligkeiten zügig verhökert.

Ich bin inzwischen fast zehn Jahre aus meiner Heimatstadt weg. Von diesen zehn Jahren hat es acht gedauert bis ich kein Heimweh mehr hatte. Ich bin bis auf meine Mutter und zwei alten Freundinnen niemandem mehr verbunden. Halt! Ich habe meinen Fitnessguru vergessen und seine unvergleichlichen Zumba Stunden. Deshalb stehe ich heute brav am Aschermittwoch auf der Matte um meine ziemliche deutsche Hüfte zu Salsaklängen zu bewegen. Doch, halt was ist das? Das kenn ich doch sofort!

Rock’n’Roll! Ich bin sofort wieder neun, wie auf den Dias von gestern mit Rundschnitt. Ich sitze mit meinem grauen Philipps Kasettenrekorder vor der einen Box der Stereoanlage meiner Eltern. Aus der dudelt Schlager der Woche, das Highlight am Freitag zwischen 18 und 19 Uhr und ich versuche die Hits aufzunehmen, selbstredend in Mono, und einem Mitschnitt mit der Stimme meiner Mutter, die ruft: Das Abendbrot ist fertig! You’re the one that I want aus Grease mit John Travolta ist mit meine erste Erinnerung an einen selbstbestimmten Musikgeschmack. Englisch konnte ich damals noch nicht. Also sang ich dieses Lied gemäß: yourthewoollowollo und dudelte es so lange auf den Kassenrekorder ab, bis sich das Band ins Laufwerk drehte. Um den Bandsalat wieder heile zu machen, genügte in der Regel ein gutsitzender Bleistift, den man in den einen Kasettenlauf steckte und das braune Band wieder aufleierte. John Travolta bringt mich heute Morgen auf Hochtouren, ich rocke die Stunde hüftschwingend und mit guter Laune. Ferien ohne Verpflichtungen sind einfach prima.

Die Zeit bis zu den Faschingsferien zog sich ins Unermessliche. Meine Schüler und ich, wir brauchten einfach Abstand voreinander. Ins Hirn ging auch nicht mehr viel. Die Mathekollegin vergoss bittere quadratische Tränen angesichts der Matheprobe. Ein Erklärvideo macht eben noch lange keinen Sommer. Da muss man eben mal aus seiner Komfortzone kommen und etwas tun! Nach den Ferien wird alles anders. Immerhin hat Jimmy schon nach den Lösungen des Mathearbeitsblattes gefragt und das in den Ferien!

Morgen geht es wieder nach Hause. Oma Karin freut sich schon, wenn sie wieder ihre Ordnung hat und will die nächsten drei Tage erstmal nix mehr kochen.

Die schönen Rosen

Die schönen Rosen sind zwischenzeitlich verwelkt. Schade, um die schönen Rosen! Wie das Leben so geht. „Frau P.“,  merkt Blondie kritisch an, als ich froh gelaunt das Klassenzimmer betrete, „sie haben voll den komischen Style, aber es passt immer alles zusammen.“ Innerlich fange ich das Hyperventilieren an, äußerlich mache ich einen auf Teflon. Es soll niemand erahnen, dass mein gut sortierter Schuh- und Kleiderschrank den Wert eines Mittelklassewagens besitzt. Schade, um das schöne Geld!

„Frau P.“, merkt ein anderer selbstbewusst an, „ich hab mir gestern auf YouTube fünf Minuten ein Video über die quadratischen Gleichungen reingezogen. Jetzt weiß ich mehr als nach zwei Monaten Matheunterricht!“  Es ist wahrscheinlich ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein pädagogisch-didaktisch ausgereifter Lehrkörper nicht gegen YouTube anstinken kann. Schade, um den schönen Matheunterricht!

Aber ich bin ein optimistischer Mensch und das nächste große Ereignis, welches Geld in unsere Schülerfirma spülen soll, ist die Faschingsveranstaltung mit dem Motto „Helden deiner Kindheit“. Seit Wochen kreisen unsere Gespräche um das Highlight des Jahres. Jimmy, der heimliche Chef im Ring (er besitzt das neuste I phone in der Klasse), hat die Spotify Playlist erstellt und die 7. Klassmädchen himmeln ihn schon mit großen Augen an. Die Kostüme sind bestellt, die Hot Dogs gekauft, die Muffins gebacken. Der Tag kann kommen. Leider hat Jimmy ein böser Männerschnupfen erwischt. Plötzlich bin ich die Hüterin der Spotify Playlist und die 7. Klässlerinnen rennen mir hinterher. Ich habe Macht, wenigstens einmal im Schuljahr! Heute bin ich Diva! Heute bin ich Miss Piggy. Ich habe sie schon immer geliebt, überhaupt wenn sie die Haare nach hinten geschleudert hat, bevor sie Kermit vermöbelt.

Biking Kermit GIF - Biking Kermit MissPiggy GIFsMs Piggy Miss Piggy GIF - MsPiggy MissPiggy Princess GIFs

Helden meiner Kindheit, sind leider Schülern von heute nicht mehr bekannt. „Sind Sie eine Schweineprinzessin?“, fragt mich eine 5. Klässlerin. Klingt super, keine Eis- oder Märchenprinzessin? Nein, Schweineprinzessin! Schade, dass sich kein Kermit unter den Verkleideten befindet. Aber ich bin nur ein bisschen traurig. Meine zwei Bambijungs posten gerne mit Piggy als A- und B- Hörnchen und lösen damit eine neue Genderdebatte aus. Der Fasching wird ein voller Erfolg. Die 7. Klassmädchen tanzen ihren selbsteinstudierten Tanz, die wirklich Coolen sitzen wie aus Stein gemeißelt hinter der Musikanlage und die die Hot Dogs von der IKEA (garantiert Elchfrei) sind die kulinarische Offenbarung.

Nach diesem Event ist es selbst für meine 10. Klässler schwierig in den normalen Modus zurückzufinden. Ich bin am Überlegen, ob ich neue Methoden ausprobieren sollte bis zu den verdienten Faschingsferien, die besser als Erklärvideos auf YouTube sind. Beispielsweise:

  • Welches Mädchen schafft es am Jungenklo ausgewählten Zielpersonen die meisten Pickel auszuquetschen?
  • Wer beherrscht die hohe Kunst der Zungenakrobatik und kann sich dieselbige ins linke Nasenloch schieben?
  • Wer ist das erste Pärchen in der Klasse, das über blue tooth schwanger wird?
  • Oder wer fängt mir wenigstens Kermit ein, bevor der Fasching endgültig rum ist?

 

Schenk mir bitte keine Blumen…

Ich bin ein Teil meiner Klasse, wir halten zusammen, wir streiten, wir lassen Papierflieger fliegen und wir diskutieren gerne. Und weil ich Psychologin bin, kriege ich alles aus meinen Schülern raus, was ich wissen will. Ich bin von Berufswegen neugierig und fast 50. Da passiert nimmer viel. Deshalb nehme ich gerne Anteil an dem Leben der anderen.

„Jimmy“, ich setze mich direkt vor seine Nase, so dass er nicht aus kann, „wie war denn die Party: Hauptschüler meets Gymnasiasten?“ Ich brauche nicht lange um die nötigen Infos aus seiner Nase zu kitzeln. Jimmy ist äußerst kommunikativ, schade dass er seinen Hals nicht um 360 Grad rotieren lassen kann. Wir hätten jeden Tag von 8 bis 15.15 Uhr Dolby Surround.

Die Zusammenfassung lautet wie folgt: Jimmy lag auf Mareike, weil es einen Dominoeffekt gab und alle umgeplumpst sind; Freddy (ist neu in der Klasse und echt korrekt) steht auf Nadine, die saukorrekt ist und gut putzen kann; die drei Literflasche „Ficken“ war schon nach einer halben Stunde leer, Putzi bechert zwar gewöhnlich viel, aber „Ficken“ pur ging ned, nur mit Limo, ach und das Geburtstagskind ist dem Pizzaboten um den Hals gefallen und hat sich dafür dann den ganzen Abend geschämt… Ich hänge an Jimmys Lippen und bin kurzzeitig unaufmerksam, so dass ich nicht mitbekomme, dass der Lange und sein Banknachbar sich gegenseitig mit ihren Bücherständern vermöbeln. Jetzt muss ich aber mal wieder einen auf streng machen: “ Tu die Ständer weg!! Es geht weiter!!!“

Wir haben schließlich die Woche viel vor. Immer am Puls der Zeit ist unsere Schülerfirma. Und die Woche ist Valentinstag. Für mich alte Kuh ist das natürlich ein Teufelswerk des imperialistischen Spätkapitalismus, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Zwei meiner braunäugigen Bambijungen tragen Engelsflügelchen und verticken die Rosen im Vorfeld.

Am Valentinstag beobachte ich mit Argusaugen meine Kollegen wie sie beschwingt zur Pause mit einer Rose in der Hand das Lehrerzimmer betreten. Nur meine Hände sind noch leer. Sollte ich keine bekommen? Bin ich inzwischen unsichtbar? Jetzt bloß keine Sinnkrise schieben, da steh ich doch darüber. Ich schleiche mich langsam im mein Klassenzimmer. Die Tür steht offen, die roten Vorhänge sind zugezogen und flattern eifrig im Luftzug. Was sehen meine Augen: sieben zusammengebundene Rosen stehen auf meinem Pult: „Frau P. … für die beste Lehrerin…“ steht da auf dem Schildchen geschrieben, was an die Rosen gebunden ist. Ich bin zu Tränen gerührt! Eine Sternstunde in meinem Lehrerdasein! Der Moment, von dem ich zehren darf, bis ich in Rente gehe!

Welch schöner Brauch ist Valentinstag doch! Aber Gottseidank ist das Lehrerdasein wie das Gesetz der Schwerkraft. Es holt einen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Während ich am nächsten Tag die Zeugnisse mit jedem einzelnen bespreche , werden Flieger gebaut, der Lange verkloppt den Banknachbarn mit seinem Ständer und Blondie bölkt mir entgegen: „Kennen Sie das auch? Wenn man sich rasiert, dass es dann brennt, wenn man Deo draufsprüht?“

Aber Gottseidank ist Freitag, das Wochenende naht, die Sonne scheint und der Frühling klopft an die Tür. Was will man mehr, wenn man 49 und einhalb ist?

Alles für’n Ashy

Der Februar ist wie jedes Jahr trist, man träumt vom Frühling und der lässt wie eine Diva auf sich warten. Aber ich bin ja seit fast sechs Wochen eins mit Dr. Riedel und ein paar verlorenen Pfunden. Jeden Tag pose ich vor dem figurfreundlichen Spiegel und schicke meiner Freundin Lore ein Selfie, auf dem ich gekonnt mit geschürzten Lippen zu sehen bin. „Ist das rote Kleid neu?“, so fragt sie mich. „Nein, nein“, so schreibe ich, „ist schon drei Jahre alt, hab ich mir damals für’n Ashy gekauft!“  Am Dienstag verewige ich mich mit zarten Kleidchen im Vichymuster, am Mittwoch in einem orangenen mit gewagtem V-Ausschnitt. „Wo hast du all die Kleidchen her“, merkt Lore kritisch an. „Sind alt, hab ich damals alle für’n Ashy gekauft!“, verteidige ich mich.

So betrete ich mit eines von meinen neuaufgelegten Kleidchen das Klassenzimmer, drehe mich einmal um die eigene Achse und trompete anstelle eines „Guten Morgen“, „Oh Frau P., das orangene Kleid steht Ihnen aber gut, haben Sie abgenommen?“ in die noch müde Truppe. Wenn man sich fast zwei Jahre aneinander gewöhnt hat, weiß jeder, was der andere braucht. Und sogleich antworten mir meine Fashionjungs aus der ersten Reihe im Chor: „Oh Frau P., das orangene Kleid steht Ihnen aber gut, haben Sie abgenommen?“ Der Tag kann beginnen.

„Frau P.“,  hat auch Jimmy gleich früh am Morgen Redebedarf, „muss man bei einem Einstellungstest eigentlich einen Drogentest machen?“ Da bin ich gerade mal überfragt. Zu meiner Zeit musste man noch einen AIDS Test machen, da war Bayern unter Gauweiler so schwarz, dass es im Kohlekeller noch Schatten warf. Aber Gottseidank weiß Blondie zu helfen. Wie auswendig gelernt schnurrt sie runter: „Das THC hält sich zwei Tage im Urin, sechs Wochen im Blut und DREI Jahre in den Haaren!“ Ich versuche angestrengt meinen Blick woanders hinzuwenden und zu hoffen, dass Jimmy sich keine 3 mm Frise zulegt.

Auch bin ich ein Meister der Motivation, ich lobe meine Schüler täglich zu Tode und gebe ihnen jeden jederzeit das Gefühl: „Ihr seid einzigartig“. Das muss ich auch, sonst könnte ich die Referate der Literaturepochen nicht unbeschadet überstehen. Hiroshima liegt irgendwo in Russland. Gerhard Hauptmanns Weber werden nicht an Webstühlen ausgebeutet. Nein, sie müssen mithelfen Donald Trumps Mauer zu bauen. Und die 95 Thesen sind ein Bestandteil der Bibel und wurden von Martin Luther ins Deutsche übersetzt, bevor man ihn irgendwo in Wittenberg an die Kirchentür genagelt hat. Ich bin als Leerkörper nicht kleinlich, denn ich habe hier voll das chaotisch- kreative Schülerpotential dasitzen. Manche von ihnen schaffen es eine Powerpoint Präsentation innerhalb einer Pause von 10 Minuten zu erstellen. Und das eigentlich wichtige Thema ist ja die Geburtstagsparty heute Abend, da treffen Hauptschüler auf Gymnasiasten. „Wenn das mal gutgeht“, orakelt der Jimmy. Blondie gibt sich selbstbewusst: „Pfft Gymnasiasten – Ich könnte Abiturientin sein!“ Das ist doch ein gutes Schlusswort für das kommende Wochenende.

Und ich könnte mir eigentlich mal wieder ein paar Schuhe kaufen. Die Auslage in dem Schuhgeschäft 100 Meter Luftlinie entfernt ist bereits prall gefüllt mit der Frühlingsware. Alles für’n Ashy! Ashy ist meine eierlegende Wollmilchsau. Er kann einfach alles: kochen, reparieren und seine Wäsche selbst bügeln. Er kritisiert mich nie und liest mir mit seinen treuen Augen jeden Wunsch von den Lippen ab. Darüber hinaus schreibt er Gedichte, ist Literatur – und Theater interessiert und setzt sich für den Weltfrieden ein. Und irgendwie ist es halt so im Februar, wenn der Frühling auf sich warten lässt. Da braucht man hin und wieder einen Phantasie-Ashy. Spätestens wenn die ersten Krokusse erblühen, ist Ashy wieder vom Winde verweht.