… witzelt Gianna Nannini, die natürlich nicht so heißt, aber schließlich fahren wir in ein paar Tagen nach Italien. Da kann man sich schon mal mental drauf einstimmen. Ich bin mental schon so weit eingestimmt, dass ich bereits pflanzliche Medikamente für meine nervösen Unruhezustände einwerfe. Ja, ich muss es zugeben: ich bin mega aufgeregt! Wir fliegen nach Neapel, schlagen uns dort mit den öffentlichen Verkehrsmittel durch und die letzten Kilometer sogar zu Fuß die Steilklippen entlang. Meine Schüler kennen ja nur ihr Zwergenlandbähnchen, welches sie fast regelmäßig zur Schule befördert.
Außerdem hab ich gegoogelt! Ich weiß, sollte man lassen. Dank Google hab ich in den letzten fünf Jahren schon ganz schlimme Krankheiten durchgestanden und bin inzwischen jeder Neurose gewappnet.

Wer Trubel sucht, ist hier gut aufgehoben, so urteilt Holidaycheck über unsere vier Sterne Bungalowanlage in Sorrent! Viele laute Schülergruppen beschallen die Anlage bis spät in die Nacht! Oh ja, wir werden auch dazu beitragen!
🐜🐜🐜🐜 überall, auch im Bett! Nicht schlimm, an Schlaf wird nicht zu denken sein, da Wände dünn wie Papier! Und außerdem begegnen einem nachts …. STOPP!
Jetzt höre ich das Lesen auf, sonst muss ich mir noch mit dem Kater die Baldriantropfen teilen! Wird bestimmt meeega werden. Hab doch ganz brave Schülerchen, deren Highlight die homies Party von Fluffy am Wochenende ist, wo sie betrunken Katzenfutter fressen. Alles locker im grünen Bereich!
Abrupt werde ich in die Realität zurückgeholt. Rehauge reißt gerade die Klassenzimmertür auf und bölkt in die Runde: Gehn Sie mal rüber ins Kartenzimmer und suchen Sie Blondie, die hat sich versteeeckt!!! Ich bölke zurück: des is mir jetzt so wurscht egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfliegt! Dann schicke ich Rehauge wieder aus dem Klassenzimmer, Blondie zu suchen oder sonst was… Irgendwann kommt er zurück mit Platzwunde am Kopf, die genäht werden muss.
Warum kann es denn nicht wenigstens in den letzten Woche vor dem Abschluss mal rund laufen? Ich lasse meinen Blick durchs Zimmer schweifen und bin mal wieder total neidisch auf Gianna. Wie schafft die das nur? Ständig am Gackern und Gurren mit ihren Banknachbarn Putzi und Freddie, alias Fischstäbchen, die ihr aus der Hand fressen wie zahme Tanzbären.
Ich hingegen bin inzwischen biologisch gesehen 49 Jahre und 10 Monate und darf wahrscheinlich froh sein, wenn 🐜🐜🐜🐜 noch mein Bett teilen wollen, mich nicht eine schlimme Google Krankheit ereilt und wir unsere Abschlussfahrt heile überstehen werden.
Bleibt also dran, wenn es nächste Woche heißt: Rehauge – allein in Sorrent- die Neuverfilmung